Unsere Geschichte

Als Soldat kam August Schneider während dem 2. Weltkrieg mit den Glaubensgeschwistern aus Norwegen in Kontakt.

Im Juli 1940 wurde August Schneider als deutscher Soldat in Trondheim/ Norwegen stationiert. Dort lernte er bald den Schreiner Ole Jonassen kennen. Ole Jonassen lud den deutschen Soldaten zu sich nach Hause und in den Gottesdienst ein – soetwas war für die meisten Norweger damals undenkbar. So kam es, dass August Schneider bereits während des zweiten Weltkrieges die Botschaft von Sieg über die Sünde hörte.

1944 reiste August Schneider für einen kurzen Heimurlaub nach Deutschland. Er kam nicht mehr zurück nach Norwegen, sondern wurde stattdessen an die Ostfront kommandiert. Kurz vor Kriegsende wurde er gefangen genommen und kam für vier Jahre nach Sibirien.

Erste Versammlung in Waldhausen

Bei seiner Heimkehr 1949 fand August Schneider einen Stapel Briefe von Ole Jonassen vor, der seinem deutschen Freund geschrieben hatte. Die Freude war groß als er hörte, dass dieser noch am Leben war. Der Briefwechsel setzte fort und 1956 bekam August Schneider eine Einladung zur Allianzkonferenz in Leonberg. Hier traf er Elias Aslaksen, Sigurd Bratlie, Aksel Smith, David Nielsen und Arild Tombre.

Nach der Konferenz besuchten diese zum ersten Mal Familie Schneider in Plüderhausen. Die Botschaft und das Leben dieser Brüder hinterließen großen Eindruck bei der Familie. Dieser Besuch war der Anfang der heutigen Christlichen Gemeinde in Waldhausen.

Es begann mit einem Hauskreis

Als die Brüder aus Norwegen 1957 nochmals zu Besuch kamen, war eine Gruppe Jugendlicher aus dem Nachbardorf Waldhausen eingeladen. Die große materielle Not, die nach dem Krieg in Deutschland herrschte, hatte 1952 bei diesen Jugendlichen Bekehrung zu Jesus bewirkt. Jetzt waren sie auf der Suche nach einem Leben in Jesu Nachfolge. Daraus entstand ein kleiner Hauskreis seit Ende der 50er und bis in die 60er-Jahre.

Nach wenigen Jahren wurde der Platz in den Stubenversammlungen immer enger. Die kleine Gruppe erwarb 1973 die frühere katholische Kirche in Waldhausen. Diese wurde dem Bedarf der Gemeinde entsprechend umgebaut. Als dieses Objekt nach etwa 15 Jahren aus allen Nähten platzte, wurde mit dem Bau des heutigen Gemeindezentrums begonnen – welches heute an der Kapazitätsgrenze ist.

 

 

Die norwegischen Brüder besuchten in den Jahren ab 1956 den kleinen Hauskreis in Waldhausen.
Heute ist Waldhausen eine Gemeinde mit etwa 350 Glaubensgeschwistern. Im Bild die Jugend der Ortsgemeinde auf einem Ausflug nach Mallorca.